Der nächste Tag war wieder überaus spannend und ereignisreich. Schon bei unserer Morgenmeditation wussten wir, dass die geistige Welt ihren Spaß mit uns haben würde. Wir baten um Informationen für den Tag. Ich sah zunächst, dass Energie zu fließen begann und im nächsten Moment sah ich einen Esel vor meinen Augen. Ein Esel? Nein, das bilde ich mir ein. Schwup und da war er wieder. Als ich es den anderen erzählte gab es natürlich Gelächter. Heidi meinte, dass uns vielleicht ein Esel den Weg weisen würde. Sie selbst sah die Naturwesen schelmisch lachen und erhielt die Botschaft, dass sie eine Reise für und geplant hatten. Das konnte noch heiter werden 😉
In Radje ob Dravi fanden wir zunächst de Touristeninformation als geschlossen vor. Wir wussten bereits wo wir hin wollten. Und zwar zum Radioklub Radje ob Dravi. Wir wussten aber nicht, ob man dorthin mit dem Auto fahren kann und wenn ja, wo genau die Straßen gingen. Letztendlich half uns eine wunderbare Frau, die nur Slowenisch sprach indem sie uns zu einer Jugendherberge brachte, wo man uns mit einer Karte und Informationen versorgte. Yeah die Reise konnte erneut beginnen. Da allerdings kein Navi die Strecken anzeigte, mussten wir uns, in good old-fashioned-Style – sprich mit Karte in der Hand, auf Entdeckungsreise begeben.
Wir fuhren also wieder zurück Richtung Radlpass um dann rechts abzubiegen. Heidi und Claude machten einen tollen Job und leiteten mich. Allerdings war die Straße von den Unwettern sehr schlammig, dass ich irgendwann beschloß das Auto stehen zu lassen. Wir gingen also wieder zu Fuß weiter. Dieses Mal auf einen Weg ohne bauchhohe Vegetation. Bei der Sendestation angekommen, sahen wir, dass es dort sogar einen Parkplatz gab. Und yeahhhh nur noch 10 Minuten zur Kapunar Hütte Das war zumindes am Schild zu lesen.

Von Radioklub Radje ob Dravi aus ging es ein kleines Stück bergauf. Durch das Dickicht. Oben am Bergkamm angekommen, hätten wir nach links gehen sollen. Taten wir zunächst nicht. Wir gingen rechts, bis wir anstanden. Wir kehrten zurück gingen an einer Kreuzung vorbei um dann wieder auf der Kreuzung zu gelangen und festzustellen, dass es nur noch einen Weg gab. Die Spirits hatten ihren Spaß mit uns indem sie uns hin und her schickten.

Also sollte jemand den gleichen Trip machen wollen. Das wären meine Anweisungen fahrt mit dem Auto an Skarc vorbei bis zum Radioklub Radje ob Dravi. Auto stehen lassen. Richtung Kapunerhütte gehen. Am Kamm nach links gehen. Bis zur Kreuzung und dort rechts gehen. Die gleiche Strecke wie bisher zurück gehen, allerdings nur eine Etage tiefer. Und ja, mir ist klar, dass das meine Form der Beschreibung ist ;).

So eine Reise ist selten einfach „nur“ eine Reise. Wir gehen in Resonanz mit der Umgebung, mit den Naturgeistern und oft triggert es auch. Meine Erfahrung mit dieser wunderbaren Form der Arbeit ist, dass es oft auch etwas in mir anklingen lässt. In diesem Fall durfte ich durch Ängste arbeiten, die hochkamen. Sie waren heftig. Ich schaffte es! Und als ich durch war durch mein Gedankenkonstrukt und begann die Strecke zu genießen, befanden wir uns schon am richtigen Pfad zum Silberbründel.
Und dann rief auch schon Claude, dass wir das Silberbründl gefunden haben. Endlich! Und dieses mal war es klar die richtige Quelle, den das Silberbründl ist beschriftet mit einem großen Schild. Wir umarmten uns voll Freude. Wir hatten es geschafft. Von einem Traum weg, mit ganz wenigen Informationen, hatten wir es geschafft diese Quelle zu finden. Wir waren leicht verwundet, dass die Quelle anders aussah, als auf dem Foto der Kleindenkmäler Seite. Aber das Rätse war bald gelöst. Hinter dem Silberbründl befand sich noch eine Quelle. Und nachdem wir das Gesrüpp bzw. die Farne zur Seite räumten, war klar, dass das die alte Quelle war. Und das passte auch gut mit Heidis Traum überein. Denn sie hatte von 2 Quellen geträumt, die sich in dieser kurzen Entfernung voneinander befanden.

Wie schon am Tag zuvor schmückten wir die Quelle, übergaben unsere Gaben, sangen und beteten gemeinsam. Wir verbanden uns mit den Spirits und der Hüterin der Quelle. Dabei entstand auch ein Lied, das noch dabei ist sich zu entwickeln.
Als wir gemeinsam sangen hatte ich plötzlich das Gefühl, dass wir von einer Schar an Frauen umgeben waren, die uns unterstützten und mitsangen. Wir überreichten unsere Gaben und Gebete. Und empfingen zurück.

Am Abend zurück in der Unterkunft tauschten wir uns aus. Das ist das besondere, wenn man in einer Gruppe ist. Jeder trägt ein klein wenig bei und berichtet etwas, das weiterhelfen kann. Eines ist klar für mich. Diese Mission ist nicht wirklich beendet. Es ist der Anfang! Wir haben bereits ein paar neue Quellen gefunden, die wir gerne besuchen möchten.
Es geht um tiefe Weiblichkeit und Wertschätzung. Auch um die große Wertschätzung dem Wassers gegenüber. Das Wasser ist unterirdisch miteinander verbunden. Wasser verdunstet, steigt auf und kommt wieder zur Erde zurück. Es ist ein Kreislauf – und Wasser ist ein Informationsträger (nur zum Nachdenken).
Wann auch immer ihr bei einer Quelle seid, vielleicht möchtet Ihr Danke zum Wasser sagen? Das muss nicht laut sein. Aber es wäre schön, wenn es aus Eurem Herzen kommt. Zu dem Wasser und auch zu der Hüterin der Quelle. Und vielleicht auch zu Hause, wenn ihr daran denken solltet, wenn ihr Wasser verwendet. Es ändert unter anderem die Perspektive.

Und was den Esel betrifft. Tja. Auf unserem Weg zurück sah ich Ziegen und sagte laut: „Toll Ziegen, aber ich weiß noch immer nicht, was es mit dem Esel auf sich hat! Die Mädels lachten und sagten: „Schau einmal rechts! Hier stand er, genau in dem Moment …. *LOL*:
Teil 1: Der Ruf der Silberquelle
Teil 2: Auf der Suche nach dem Silberbründl
Fotos: ©wildflowerwalker.com ; ©www.claudeceramics.com; ©gureas.com