Löwenzahn-Blütenessenz

Löwenzahn – Taraxacum

Die letzten 2-3 Jahre bin ich Wissen hinterher gelaufen und ich habe mich ausgetobt wenn es darum ging Mazerate, Tinkturen, Hydrolate, Liköre etc. anzusetzen. Und ich gestehe, es hat mich von Zeit zu Zeit gestresst. Es gab halt immer soooo viel Tolles und Interessantes auszuprobieren – nur meine Zeit war immer zu kurz. Dann fiel mir das Buch von Carole Guyett „Sacred Plant Initiations“ in die Hand und mir wurde klar, dass ich langsamer werden und mehr Zeit mit den einzelnen Pflanzen verbringen möchte.

Daher war es ein großes Vergnügen meine erste Blütenessenz herzustellen und Zeit mit dem Löwenzahn zu verbringen. Es hat schon eine ganz andere Qualität, wenn man nicht hektisch durch die Gegend huscht um alles zu erledigen, sondern sich bewusst mit Pflanzen verbindet.

Was mir später mit der Gundelrebe nicht gelang, war mit dem Löwenzahn ganz einfach. Eine Verbindung aufzubauen und ruhig neben der Wasserschale zu sitzen und zu lauschen.

Eigentlich war die Blütenessenz gar nicht geplant, aber die innere Stimme wurde immer lauter. Im Nachhinein habe ich gelesen, dass der Löwenzahn am Vollmondtag zwischen 11:00 und 15:00 Uhr gepflückt werden soll. Da an diesem Tag um 13:00 Uhr Vollmond war, war mir nur wichtig, dass die Blüten und das Wasser zur Vollmondzeit im Garten stehen. Das gelang mir auch. Und auch wenn überall zu lesen ist, dass die Blütenessenz zwischen 3 (manches Mal steht 4) und 7 Stunden In der Sonne stehen soll war für mich klar, dass die Schale während des gesamten sonnigen Tages und auch der Nacht draußen stehen bleibt. Sonne & Vollmond – Weiblichkeit und Männlichkeit.

Was es bedeutet? Das weiß ich noch nicht, aber ich bin mir sicher, dass es mir irgendwann klar wird.

Nur eines hätte ich nicht tun sollen. Am nächsten Tag den gesamten Rest, der nicht mehr in meine Fläschchen passte auf einmal zu trinken. Es hat bewirkt, dass ich den gesamten Tag wie weggetreten war. Nicht unangenehm. Ich war total entspannt. Allerdings habe ich auch nichts weitergebracht.

Wie habe ich nun meine erste Blütenessenz gemacht:

  • Ich habe mich für die Sonnenmethode entschieden.   
  • Habe eine Glasschale gesucht – und sogar eine Kristallschale (bei meiner Mutter) gefunden.
  • Man soll Quellwasser verwenden. Da hatte ich nur das Quellwasser aus Glastonbury und sonst Vöslauer zur Verfügung. Ich gestehe, ich habe mich für Vöslauer entschieden. Einen Teil des Quellwassers aus Glastonbury hatte ich schon  für ein Hydrolat verwendet – den Rest hätte ich gerne für etwas anderes.
  • Da der Löwenzahn vor meiner Haustür blüht, bin ich mit der Schale voll Wasser hinaus gegangen und habe mir ein Blatt gesucht. Mit dem Blatt habe ich die Löwenzahnblüten in die Schale gelegt um nicht meine eigene Energie in die Essenz zu bringen. So stand es überall geschrieben. Ehrlich? Ich bin der Meinung, dass durch das gesamte Ritual, durch mein Tun, durch meine Intention bereits meine Energie sich mit der Essenz verbindet. Dennoch, ich wollte mich an die Vorgaben halten.
  • Und ganz wichtig, natürlich habe ich vorab dem Löwenzahn eine kleine Gabe übergeben und mich versichert, dass es okay ist ihn zu pflücken.
  • Ich habe soviele Blüten gepflückt, bis die Oberfläche des Wassers bedeckt war.
  • Danach habe ich die Schale in die Sonne gestellt.
  • Ich habe mich dann mehrmals zu der Schale gesetzt.
  • Als ich das Gefühl hatte es ist okay, die Essenz abzufüllen, habe ich sie vorab gefiltert. Das könnt ihr mit Kaffeefilter machen. Ich habe mich für die Nutsche entschieden.
  • Danach habe ich sie in ein vorab desinfiziertes  Fläschchen gefüllt. 50% Blütenessenz und 50% Brandy. Es kann auch 40%iger Vodka, Cognac oder Korn verwendet werden.
  • Von dieser Uressenz oder Mutteressenz gebe ich 3 Tropfen in ein 30 ml Fläschchen. Das Fläschchen wird mit Wasser (und 1/3 Brandy) aufgefüllt und geschüttelt. Und die Essenz eingenommen, wie Bachblüten. Bzw. werde ich sie auch in eine Salbe für Verspannungen geben.

Was soll die Löwenzahnblüten Essenz bewirken:

  • Wenn man Löwenzahn beobachtet, dann sieht man, dass er sehr vital und widerstandsfähig ist. Er kann sich den Gegebenheiten anpassen. Er ist wandlungsfähig. Und so wie sich die Blüten im Laufe ihres kurzen Lebens verändern, so verändern auch wir uns. Wir passen uns den Erfahrungen, die wir in unserem Leben machen, an. Mehr oder weniger. Manches Mal möchte man vielleicht lieber den Kopf in den Sand stecken und hätte gerne, dass alles beim Alten bleibt. Aber das hieße Stillstand. Nicht mehr im Fluss des Lebens sein. Löwenzahn kann unterstützend dabei wirken. Er kann uns dabei helfen festgefahrene Vorstellungen loszulassen und Verkrampfungen zu lösen. Auch im körperlichen Bereichen, wie z.B. Nackenverkrampfungen.
  • Als ich mich verbunden habe, spürte ich, wie ich nach einiger Zeit alles loslassen konnte. Ich bin in einen Zustand von Leichtigkeit und Zufriedenheit geraten. Löwenzahn soll das Loslassen unterstützen uns dabei unterstützen uns zu entspannen. Also ist er auch hilfreich für Leute, die unter Stress stehen.
  • Die Blüten stehen stabil und stark auf ihren Stängel und sind dennoch flexibel. Er soll helfen fest auf dem Boden zu stehen und dennoch flexibel zu sein. Er soll auch bei der Erdung unterstützen.
  • Und ich bin mir sicher, dass Löwenzahn unterstützt, kindliche Freude zu empfinden. Denn genau das empfinde ich, wenn ich die gelben Farbtupfen in meinem Garten sehe und später wenn ich den Samen in die Luft puste.

Ich freue mich darauf noch mehr Zeit mit dem Löwenzahn zu verbringen. Und auch darauf herauszufinden, wie es sich anfühlt die Blütenessenz länger einzunehmen.

5 Kommentare zu „Löwenzahn-Blütenessenz

  1. Das hast du sehr schön aufgeschrieben, Gurea 🙂 Ich denke, das sich Einlassen auf die Pflanze und das Sich-bewusst-sein, was man da tut, ist alleine schon ein Gewinn. Es lässt uns erleben, dass wir alle Teil eines großen Ganzen sind; in diesem Bewusstsein von Verbundenheit können uns die Pflanzen sicher am besten helfen. Solche Momente sollten wir uns viel öfter gönnen.

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    1. Da hast du Recht lieber Wolfgang. 🙂 Es hat schon eine ganz besondere Qualität und man kann herrlich viel dabei lernen. Sowohl über die Natur, als auch über sich selbst. Ich empfinde es als Geschenk. Und wenn ich mir diese Momente gönne (immer geht es leider nicht) dann spühre ich wie ich wieder stärker zur Ruhe komme, und mir wieder viel mehr bewusst wird.

      Uuuund – du bist der erste, der mir eine Nachricht hinterlassen hat. Ich hätte sie fast übersehen, weil ich nicht damit gerechnet habe. Danke 🙂

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  2. Hallo liebe Gurea,

    durch Zufall habe ich gesehen das du auch einen Blog hast (hast du bei unserem tetzten Treffen in Wien gar nicht erwähnt) – und solch interessante Beiträge, ganz nach meinem Geschmack ❤️
    Mir geht es genauso wie es dir ergangen ist, und du hast seht recht damit, daß man sich mit einer Pflanze viel intensiver beschäftigen sollte. Das werde ich mir durch deinen tollen Beitrag ans Herz legen :* danke dafür!!

    Liebste Grüsse
    Tina

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    1. Hallo liebe Tina,

      was für eine liebe Überraschung deinen Kommentar hier zu sehen. 🙂 Ich freue mich rießig darüber ❤️

      Ja ich weiß, ich habe den Blog nicht großartig beworben. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich zwar ganz viel zu erzählen hätte, ich mich aber dann dazu entschließe zu experimentieren, im Garten zu sein und/ oder zu lernen und zu lauschen. Und ab und zu habe ich dann so richtig Lust zu schreiben. Aber ich bin mir immer noch nicht sicher wie oft das sein wird.

      Schön, wenn ich dich auch ein klein wenig inspirieren konnte. Deine Seifen sind immer eine ganz tolle Inspiration für mich.

      ❤️lichste Grüße an Dich
      Gurea

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